Internationale natureplus Fachkonferenz 2016


mit welchen
Produkten bauen wir
unsere Zukunft?

 


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natureplus-Fachtagung rückt die nachhaltige Qualität von Bauprodukten in den Fokus

Zukunftsfähiges Bauen funktioniert nur mit nachweislich nachhaltigen Baustoffen. Das ist ein Ergebnis der Fachtagung des internationalen Vereins natureplus am 6.6.2016 in Berlin, gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

Vor dem Hintergrund, dass das Erreichen der deutschen Klimaziele immer unwahrscheinlicher und der Grenznutzen in Sachen Energieeffizienz immer kleiner wird, stellte die Fachtagung Themen wie graue Energie, also der für die Herstellung der Baustoffe notwendige Energieaufwand, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Auch der Brennpunkt Innenraumhygiene mit der Notwendigkeit, bei luftdichten Gebäudehüllen geprüft emissionsarme Bauprodukte zu verwenden, wurde mehrfach thematisiert. Unter anderem stellte das Deutsche Institut für Bautechnik DIBt diesbezügliche Pläne für die neue Musterbauordnung vor. Gleichwohl bedarf es verstärkter gemeinsamer Anstrengungen, um in Politik und Fachöffentlichkeit noch stärker für geprüfte Produkte aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen zu werben, so ein Fazit der Veranstaltung.

Integration in Bewertungssysteme

Der öffentlichen Hand kommt dabei ein Vorbildcharakter zu, den der Bund mit seiner Selbstverpflichtung nach seinem Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen BNB mehr und mehr nachkommt. Ausgewählte Kommunen informierten zudem über ihre Förderprogramme. Und der baupolitische Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen, Chris Kühn, forderte ein Förderprogramm „Natur Plus“ für den Einsatz nachhaltiger Baustoffe bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW.

Die Vergabebedingungen des natureplus-Qualitätszeichens werden mehr und mehr in Zertifizierungssysteme integriert. Das ist das Ergebnis der engeren Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, DGNB. natureplus bereitet zudem Hilfen für Kommunen und andere öffentlich ausschreibende Stellen vor, die die rechtssichere Ausschreibung von Baustoffen anhand von Nachhaltigkeitskriterien wie Ressourcenverbrauch, Emissionsverhalten oder Recyclingfähigkeit ermöglicht.

Konkreter Praxisbezug

Mehrere renommierte Architekturbüros stellten ihre aktuellen Projekte vor. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltiges Bauen mit Baustoffen aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen nicht wesentlich teurer sein muss. Aus erster Hand informiert und anregt diskutiert wurde zudem über die Möglichkeiten und Grenzen von „Grünem Beton“, bei dem durch die Optimierung der Inhaltsstoffe der Energieaufwand und damit die CO2-Emissionen gesenkt werden können.

 

 


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