Die wissenschaftlich-technischen Ziele bestehen darin, vorhandenes Wissen in praktische, produktbezogene Schlussfolgerungen zu transponieren. Es soll für den praktischen Nutzer anwendbar, verfügbar, handhabbar werden. Dafür wird natureplus weiterhin mit einer multidisziplinären Gruppe von überwiegend Wissenschaftlern aus Prüfinstituten
- für alle wesentlichen Baustoffe und -produkte das jeweils unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten vorhandene Wissen zusammentragen (Gebrauchstauglichkeit, Lebensdauer, Rohstoffverfügbarkeit, soziale und ökologische Folgen der Rohstoffgewinnung; Umweltauswirkungen und Energieeinsatz bei Produktion, Nutzung, Entsorgung; gesundheitlich relevante Einsatzstoffe, alternative Bedarfsdeckung)
- den Vorrang nachwachsender gegenüber fossiler Rohstoffe durchsetzen sowie für die Gewinnung mineralischer Rohstoffe Maßstäbe definieren, die das Label an das Primat des Recycling binden (Förderung des Naturschutzes und des schonenden Managements natürlicher Ressourcen, Abfallvermeidung und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft)
- die Anforderungen an die umwelttechnischen und gesundheitlichen Eigenschaften definieren (Stand der Rechtsnormen, Standards und Grenzwerte; Präferenz oder Ausschluss von Einsatzstoffen oder Gewinnungsverfahren; Emissionsgrenzwerte, Prüfverfahren und -kriterien; Entwicklungsziele)
- Kriterien für die Beurteilung der Nachhaltigkeit und ihre Aggregation entwickeln, und durch einen Abstimmungsprozess mit den beteiligten Interessengruppen zu einem breit abgestützten Konsens kommen
- für alle die mit dem natureplus-Label auszuzeichnenden Produkte die Trennlinie zu den auszeichnungswürdigen, maximal 20 % besten Produkten festlegen („best practice“). Damit werden die wissenschaftlich-technischen Grundlagen mit den gesellschaftlichen Gewichtungen zu einem Ranking verdichtet.
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