
natureplus Mitgliederversammlung 2026
Am 16. Oktober 2026 kamen die Mitglieder von natureplus zur jährlichen Mitgliederversammlung im TRIANGEL in Karlsruhe zusammen. Neben der turnusmäßigen Vorstandswahl und der Vorstellung des Budgetplans 2026 standen die Entwicklungen im Verein und gemeinsame Perspektiven für die Bauwende im Mittelpunkt. Zugleich war das Treffen eine schöne Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzusehen, neue Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ein wachsendes Netzwerk
natureplus blickte auf ein erfolgreiches Mitgliederwachstum zurück: Bis Ende 2025 war das Netzwerk auf 135 Mitglieder angewachsen – ein Plus von 15 Prozent. Die unterschiedlichen Perspektiven aus Herstellung, Handel, Planung, Wissenschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz machen den Verein zu einer wichtigen Plattform für nachhaltiges Bauen.
Auch in der Kommunikation konnte natureplus seine Reichweite ausbauen. Über LinkedIn, Instagram, Newsletter und Website erreichen Fachwissen, Veranstaltungen und Neuigkeiten aus dem Netzwerk zunehmend mehr Menschen. Davon profitieren auch die Mitglieder, deren Expertise und Projekte über die natureplus Kanäle sichtbar werden.


Weiterentwicklung der natureplus Kriterien
Die Kriterienkommission berichtete über die Weiterentwicklung der Anforderungen an das natureplus Umweltzeichen. Ein wichtiger Meilenstein war die Veröffentlichung der überarbeiteten Chemikalienrichtlinie im Juli 2026. Sie aktualisiert unter anderem die Anforderungen an kritische Inhaltsstoffe und benennt PFAS ausdrücklich als ausgeschlossene Substanzen. Abrufbar hier.
Darüber hinaus wurden die laufenden Arbeiten an den Richtlinien für Klimaschutz und Ressourcenschonung vorgestellt. Die drei Arbeitsgruppen Klima, Wohngesundheit und Ressourcen bringen dafür ihre fachliche Expertise ein und entwickeln die Bewertungsgrundlagen des Umweltzeichens weiter.
In der natureplus Kriterienkommission wirken Mitglieder und Assoziierte Partner*innen aktiv an der Gestaltung der Kriterien für die Vergabe des natureplus Umweltzeichens und damit an der Bauwende mit. Wer sich an der Kriterienarbeit beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen: criteria@natureplus.org.

Neue Angebote und Wissen für die Bauwende
Mit dem natureplus Sustainability Passport wurde ein neues Angebot vorgestellt, das Nachhaltigkeitsinformationen zu Bauprodukten bündelt und für Planende und Auditor übersichtlich aufbereitet. Auch die Unterstützung von Mitgliedern und Kund bei einer nachvollziehbaren, belegbaren Umweltkommunikation war Thema. Mehr Infos dazu hier.
Die Berichte zu den Projekten UmBauwende und BAUWERT_BW zeigten zudem, wie natureplus Fachwissen vermittelt und Akteur vernetzt. Regionale Workshops, die Late Lunch Sessions und die Masterclass-Reihe schaffen Raum für praxisnahen Austausch und tragen dazu bei, nachhaltige Baustoffe stärker in der Baupraxis zu verankern.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Weiterentwicklung der natureplus Kommunikation im Einklang mit den Anforderungen der EmpCo-Richtlinie. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen transparent und nachvollziehbar vermittelt werden können. In diesem Zuge wurde auch ein neues Mitgliederlogo vorgestellt, mit dem Mitglieder ihre Zugehörigkeit zum natureplus Netzwerk sichtbar machen können. Mehr dazu hier.


Budgetplan und Perspektiven für die Vereinsarbeit
Die Geschäftsführung stellte den Budgetplan 2026 vor und gab einen Überblick über die finanzielle Entwicklung des Vereins. Im Fokus standen dabei auch die langfristige Finanzierung und die Weiterentwicklung der Vereinsarbeit.
Neue Förderanträge und zusätzliche Einnahmequellen sollen dazu beitragen, natureplus wirtschaftlich breiter aufzustellen und die Arbeit für eine nachhaltige Bauwirtschaft langfristig zu sichern.

Turnusmäßige Vorstandswahl
Ein zentraler Tagesordnungspunkt war die turnusmäßige Wahl des natureplus Vorstands. Die Mitglieder stimmten über die Besetzung der acht Vorstandspositionen ab, die jeweils einen Mitgliederbereich des Vereins vertreten.
Diese Struktur stellt sicher, dass die unterschiedlichen Interessen im Netzwerk auf Augenhöhe zusammenkommen. Internationalität, fachliche Vielfalt und eine ausgewogene Vertretung bilden dabei wichtige Grundlagen der gemeinsamen Vereinsarbeit.
Wir danken allen, die sich für die Vorstandsarbeit zur Verfügung stellen und mit ihrem Engagement die Zukunft von natureplus mitgestalten!

Verbandsarbeit lebt vom Mitmachen
Auch in Karlsruhe wurde deutlich: natureplus lebt von seinen aktiven Mitgliedern. Ob durch die Mitarbeit in der Kriterienkommission, die Beteiligung an Projekten, fachliche Beiträge oder Impulse für Veranstaltungen – es gibt viele Möglichkeiten, eigene Erfahrungen einzubringen und das Netzwerk mitzugestalten.
Das persönliche Beisammensein bot dafür einen wertvollen Rahmen. Die Gespräche und Begegnungen machten die Mitgliederversammlung einmal mehr zu einem verbindenden Netzwerktreffen.



RE.THINK BUILDING: Bioökonomische Baustoffe zum Standard machen
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung ging der Austausch bei der Fachkonferenz RE.THINK BUILDING weiter, die 2026 gemeinsam mit dem Abschlussforum des Projekts BAUWERT_BW stattfand.
Unter dem Titel „Bioökonomische Baustoffe zum Standard machen“ kamen Mitglieder und weitere Fachleute aus Forschung, Planung und Baupraxis zusammen. Vorträge, Materialausstellung und interaktive Themenstationen boten vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie Naturbaustoffe ihren Weg aus der Nische in die breite Anwendung finden.
Wir danken allen Mitgliedern für das schöne Beisammensein, ihre Impulse und ihr Engagement für natureplus und die Bauwende!
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