Die neue EU-Verordnung EmpCo verbietet künftig pauschale Umweltaussagen. Hersteller und Händler, die Greenwashing bei Bauprodukten vermeiden wollen, sind dank der Qualität der natureplus-Zertifizierung auf der sicheren Seite. Grafik: natureplus  

EU-Baupolitik

Neue Regeln für Green Claims: natureplus gibt Herstellern und Planern Orientierung

Ab September 2026 verschärft die EU die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Das natureplus-Umweltzeichen hilft Herstellern von Bauprodukten, die neuen Vorgaben glaubwürdig und nachvollziehbar umzusetzen. Der optionale Sustainability Passport integriert alle vorhandenen Nachhaltigkeitsnachweise.

July 15, 2026

Neckargemünd, Juli 2026 – Mit der EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) werden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in der Werbung strenger geregelt. Ab dem 27. September 2026 sind Begriffe wie „umweltfreundlich“, „ökologisch“ oder „grün“ nur noch mit konkreten Belegen und Erklärungen erlaubt. Aussagen wie „CO₂-neutral“ oder „klimaneutral“, die allein auf Kompensationsmaßnahmen beruhen, sind künftig verboten.  

Greenwashing ist künftig verboten

Nachhaltigkeitssiegel dürfen dann nur verwendet werden, wenn sie auf unabhängigen Zertifizierungssystemen basieren oder von öffentlichen Stellen eingeführt wurden. Für die Bauwirtschaft bedeutet das mehr Transparenz und eine klare Abgrenzung zu Greenwashing und irreführenden Umweltversprechen.  

„Die neuen Regeln stärken glaubwürdige Umweltinformationen und bieten Planern, Verarbeitern und Bauherren mehr Orientierung“, erklärt Tilmann Kramolisch, Geschäftsführer des natureplus e.V. „Künftig zählt, Umweltleistungen konkret und nachvollziehbar nachzuweisen.“  

Hier setzt das natureplus-Umweltzeichen an. Als Typ-I-Umweltzeichen gemäß EN ISO 14024 stützt es sich auf transparente Vergabekriterien, unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen durch Dritte. Umfassend geprüft und bewertet werden unter anderem Klimaschutz und Ressourcenschonung und Gesundheitsverträglichkeit von Bauprodukten.  

Baustoffhersteller in der Pflicht

Mit Einführung der EmpCo-Richtlinie gewinnt das natureplus-Label für Hersteller an Bedeutung. Es ermöglicht, geprüfte Produkteigenschaften regelkonform und nachvollziehbar zu kommunizieren. Statt vager Nachhaltigkeitsversprechen lassen sich konkrete Leistungen belegen – etwa bei Emissionen, Inhaltsstoffen, Rohstoffherkunft oder Ressourceneffizienz. Der unabhängige und gemeinnützige Umweltverband begrüßt die neuen Vorgaben. Sie schaffen faire Wettbewerbsbedingungen und stärken das Vertrauen in anspruchsvolle, kriterienbasierte Umweltzeichen. Um Hersteller und Zeichennehmer zu unterstützen, hat natureplus ein kostenloses Factsheet mit konkreten Praxishilfen veröffentlicht. Diese zeigen, wie zertifizierte Produkteigenschaften mit dem natureplus-Umweltzeichen künftig regelkonform, verständlich und glaubwürdig kommuniziert werden.

Nachweis für Gebäudelabel und Fördersysteme

Zusätzlich hat der Umweltverband den natureplus Sustainability Passport für Gebäudelabel und Förderungen eingeführt. Er baut auf dem natureplus Umweltzeichen auf, bündelt die relevanten Nachhaltigkeitsinformationen eines zertifizierten Bauprodukts und gleicht sie mit den Anforderungen führender Gebäudelabel wie DGNB und Fördersysteme wie QNG oder klimaaktiv ab. Materialanforderungen können damit direkt belegt und dokumentiert werden. Der natureplus-Nachhaltigkeitspass ersetzt damit zahlreiche Einzelnachweise, erleichtert die Planung, reduziert den Rechercheaufwand und erhöht die Nachweissicherheit. Das natureplus-Factsheet zur EmpCo ist kostenlos unter info@natureplus.org erhältlich.  

The image is a visual representation of NaturePlus certification, showcasing its various attributes and compliance with EU taxonomy and ISO standards, emphasizing its role in promoting environmental communication and sustainable product development.KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.
Die neue EU-Verordnung EmpCo verbietet künftig pauschale Umweltaussagen. Hersteller und Händler, die Greenwashing bei Bauprodukten vermeiden wollen, sind dank der Qualität der natureplus-Zertifizierung auf der sicheren Seite. Grafik: natureplus  





Verfasser: Volker Lehmkuhl – Presse und PR

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Autor
Tilmann Kramolisch
Ist als Geschäftsführer verantwortlich für die gesamte Arbeit des Vereins. Der Wirtschafts- und Politikwissenschaftler ist zudem Ansprechpartner für alle, die sich für ökologisches Bauen und nachhaltige Bauprodukte engagieren wollen.
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