Bauwende-Bündnis im Deutschlandfunk zur Grauen Energie

In der Sendung "Zeitfragen" äußert sich das Bauwende-Bündnis zu Möglichkeiten und gesetzlichen Anreizen für klimaschonendes Bauen.

Das Bauwende-Bündnis ist eine Vereinigung von Akteuren, die sich mit nachhaltigen und klimaschützendem Bauen befassen.

Unterstützt wird das Bauwende-Bündnis von weiteren unabhängigen Organisationen

Im gesellschaftspolitischen Magazin "Zeitfragen" auf Deutschlandfunk Kultur drehte sich am 9. Juli alles um das Thema Bauwirtschaft und Klimaschutz. Dabei wurden auch die Positionen des Bauwende-Bündnisses vorgestellt, das sich für Klimaschutz und Ressourcenschonung am Bau einsetzt und welches der Bauwende e.V. und natureplus koordinieren.

In einem Beitrag der Journalistin Kristin Langen wurde am Beispiel einer Berliner Großbaustelle der Materialverbrauch beim konventionellen Bauen verdeutlicht. In dem Neubau mit 60 Wohnungen werden laut Bauleiter Peter Müller 5.000 Kubikmeter Beton und 2.500 Tonnen Stahl verbaut. Dabei sind Beton und der darin enthaltene Zement in ihrer Herstellung enorm energieintensiv und setzen bei der Produktion sehr viele Emissionen frei. Allein die Zementindustrie ist für acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Ulrich Wischnath vom Bauwende-Bündnis sieht Bauprojekte wie den geschilderten Neubau in Berlin daher sehr kritisch: „Da, wo es geht, mit etwas anderem als Zement bauen. (...) Das heißt, [wir müssen jetzt damit anfangen] Zement durch oder Beton durch eine Holzbauweise [oder eine andere Leichtbauweise zu ersetzen]. Weggehen davon, mit Stahlbeton das ganze Haus zu bauen.“ An die Politik richtet Wischnath eine konkrete Forderung: „Wir fordern, dass die Graue Energie im Gebäudeenergiegesetz Berücksichtigung findet und dass die KfW-Förderung auch in diese Richtung orientiert wird.“

Die Sendung steht als Podcast zum Nachhören auf der Website des Deutschlandfunks zur Verfügung: Das Magazin "Zeitfragen" mit Beiträgen aus Politik und Gesellschaftswissenschaften läuft täglich um 19.05 Uhr bei Deutschlandfunk Kultur. Das Programm wird bundesweit über UKW, Kabel, Astra-Satellit und im Livestream verbreitet.

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