Lärmschutzwände aus Holz mit der besten CO2-Bilanz

Lärmschutzwände aus Holz haben eine deutlich bessere CO2- und Energiebilanz als Lärmschutzwände aus Beton. Das belegt eine neue Studie aus der Schweiz.

Lärmschutzwand aus druckimprägniertem Holz. Foto: Balz Holz AG, Langnau/CH

Das Schweizerische Bundesamt für den Straßenverkehr hat beim Büro Frank Werner Umwelt & Entwicklung in Zürich eine Studie zur Ökobilanz von Ausfachungselementen für Lärmschutzwände in Auftrag gegeben. Das zentrale Ergebnis: Lärmschutzwände aus Holz haben eine deutlich bessere CO2- und Energiebilanz als Lärmschutzwände aus Beton.

In der Studie untersucht wurden austauschbare Füllelemente von 3x4 m für Lärmschutzwände, einmal aus druckimprägniertem Holz und einmal aus armiertem Lavabeton. Der Fokus lag dabei unter Anderem auf den Treibhausgas-Emissionen in CO2-Äquivalenten (GWP), der gesamten Primärenergie sowie der Primärenergie aufgeteilt in Primärenergie erneuerbar und Primärenergie nicht erneuerbar.

Treibhausgas-Emissionen

Die Treibhausgas-Emissionen sind bei Holzlärmschutzwände über den gesamten Lebenszyklus 80 Prozent geringer als bei Lärmschutzwänden aus Lavabeton. Die Einsparungen pro Kilometer liegen demnach bei 180 Tonnen CO2-Äquivalenten. Der Speicher im verbauten Holz pro Kilometer erreicht 150 Tonnen CO2-Äquivalente.

Energieeinsparung

Lärmschutzwände aus Holz sind hinsichtlich der Energie um 73% besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton. Die Einsparung von Grauer Energie pro Kilometer liegt bei 620903 kWh/km, die Speicherung erneuerbarer Energie im Holz pro Kilometer beläuft sich auf 455924 kWh/km. Wenn zusätzlich auch noch das Recyclingpotential von Holz berücksichtigt wird, sind Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus sogar um ganze 110% besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton; die mögliche Substitution von nicht erneuerbarer Energie bei der Energierückgewinnung aus Holz beträgt zusätzlich 319028 kWh/km.

Eine im Vergleich zu Beton ebenfalls nachhaltigere Alternative sind Lärmschutzwände aus Holzspanbeton, die auch das Gütesiegel von natureplus erhalten können. Die genauen Vergabekriterien sind in der natureplus-Richtlinie RL1107 zusammengefasst.

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