10 Thesen zur Bauzukunft

Die digitale Fachkonferenz „Effiziente Gebäude 2021“ endete mit 10 Thesen zur Zukunft des Bauens

Über 650 AkteurInnen aus dem Bauwesen nahmen in diesem Jahr vom 02. bis 16. November 2021 an der erneut digital ausgerichteten Fachkonferenz „Effiziente Gebäude“ teil. Auch natureplus war als Fachpartner beteiligt. Im Fokus der fünfteiligen Konferenz stand die Frage, wie sich die nationalen Klimaschutzziele in der Bauwirtschaft erreichen lassen. Als Antwort darauf wurden zum Abschluss der Seminarreihe 10 Thesen zur Gegenwart und Zukunft des Bauens formuliert. Die nächste „Effiziente Gebäude“ findet im Herbst 2022 statt – ob dann wieder digital oder als hybride Veranstaltung wird sich in den kommenden Monaten zeigen. 

Die 10 Thesen im Überblick:

  1. Die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten als eine Handlungsgemeinschaft ist wichtig für ein ökologisch und ökonomisch verantwortungsvolles Bauen.
  2. Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz besteht großer Handlungsbedarf bei nachhaltigkeitsoffenen Geldinstituten mit normalen Konditionen.
  3. Energetische Modernisierung im Bestand verlangt Tiefgang. Das bedeutet: was wir tun, müssen wir richtig (und umfassend) tun.
  4. 4. Wir benötigen Transparenz im Gebäudebestand als Grundvoraussetzung für die Steuerbarkeit von Modernisierungsmaßnahmen.
  5. Klimaneutrale Quartiere verlangen eine frühzeitige, thematische Verankerung in Wettbewerben, B-Plänen und Grundstückskaufverträgen sowie großes politisches Engagement.
  6. Zentrale Herausforderungen der energetischen Quartierssanierung sind u. a. das richtige Sanierungsmanagement zu finden, sowie das Handwerk zum Partner zu gewinnen.
  7. Mit Blick auf die Anforderungen des nachhaltigen Bauens müssen die Leistungsvereinbarungen mit PlanerInnen projektbezogen flexibler werden. Die HOAI ist hier nicht mehr zeitgemäß anwendbar.
  8. Es muss ein umfangreiches Basiswissen zu nachhaltigen Baustoffen und Konstruktionen an alle AkteurInnen des Planen und Bauens vermittelt werden.
  9. Im urbanen Raum wird die Dachbegrünung und der genutzte Dachgarten in naher Zukunft an Bedeutung gewinnen.
  10. Fit for 55: die europäischen Rahmenrichtlinien für Gebäudeenergieeffizienz werden ab 2022 zusätzliche Impulse für die nationalen Gebäudestandards setzen.

Infos zur Veranstaltung 

Die „Effiziente Gebäude 2021“ wurde von der ZEBAU – Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH mit Unterstützung der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft aus Mitteln des IMPULS-Programms sowie zahlreichen NetzwerkpartnerInnen ausgerichtet.

Bereits seit 2009 bringt die „Effiziente Gebäude“ (ehem. Norddeutsche Passivhauskonferenz) ExpertInnen und Fachpublikum aus der Baubranche zusammen. An der Schnittstelle zwischen Architektur, Technik und Quartier fördert sie den interdisziplinären Austausch zwischen den beteiligten AkteurInnen und setzt neue Impulse für eine zukunftsorientierte Entwicklung im Planen und Bauen von energieeffizienten Gebäuden und Quartieren.

Auf der Homepage der Fachkonferenz finden sich nähere Infos zu den fünf Online-Seminaren, welche die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele in verschiedenen Bereichen des Planens und Bauens thematisierten, sowie ein Online-Tagungsband.

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