Oldenburg fördert Sanierung

Die Stadt Oldenburg will zum Klimaschutz beitragen und hat ein Förderprogramm zur energetischen Altbausanierung aufgelegt. Dabei werden natureplus-Produkte besonders bezuschusst.

Energetische Sanierung kann so schöne Ergebnisse hervorbringen. Symbolfoto: Biopin.

Die Stadt Oldenburg verfolgt ein ehrgeiziges Klimaziel und will bis 2035 klimaneutral werden. Das hat der Rat der Stadt bereits im April 2021 beschlossen. Um klimaneutral zu werden, sind zahlreiche Maßnahmen erforderlich. Einige Ansätze wurden bereits umgesetzt, wie die Förderung von Photovoltaik-Anlagen oder von Lastenfahrrädern. Weitere Maßnahmen sind neben Energie, Bauen und Mobilität auch den Handlungsfeldern Ernährung/Konsum, Unternehmen und Öffentlichkeitsarbeit zuzuordnen. Die energetische Sanierung von Altbauten spielt aber beim Klimaschutz eine zentrale Rolle. Deshalb hat der Rat der Stadt im März 2022 das "Förderprogramm Klimaschutzmaßnahmen im Altbau" beschlossen. Es regelt die Gewährung von Zuschüssen für die energetische Sanierung und erneuerbare Wärmeversorgung von Altbauten in der Stadt Oldenburg. Ziel dieses Förderprogramms ist es, "Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in einem einfachen Verfahren zu motivieren, energetische Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand umzusetzen."

Gefördert werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden bis maximal 12 Wohneinheiten, inbesondere geht es hier um die energetische Verbesserung der Außenhülle (Außenwände, Dach, Fenster usw.), die mit 5% der Rechnungssumme gefördert wird, sofern dadurch eine festgelegte Dämmqualität (U-Werte) erreicht wird. Werden mehrere Maßnahmen zugleich durchgeführt, gibt es weitere 5% auf die Gesamtfördersumme. Wird dabei ein GEG-Effizienzhaus-Standard erreicht, kommen bestimmte Festbeträge zwischen 1.000 und 3.500 € zur Auszahlung. Um die ökologische Qualität der verwendeten Dämmstoffe zu gewährleisten, wird die gesamte Sanierungsmaßnahme nochmals mit 5% zusätzlich gefördert, sofern der Dämmstoff natureplus-zertifiziert ist oder den Blauen Engel oder einen gleichwertigen Nachweis trägt.

Bemerkenswert ist an diesem beispielgebenden Förderprogramm, das zudem noch zahlreiche gebäudetechnische Maßnahmen wie Wärmepumpen, Biomasseheizung, Solarthermie, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, viele Einzelmaßnahmen und flankierende Arbeiten sowie die damit verbundene Beratungsleistung bezuschusst, dass alle diese städtischen Fördergelder kumulativ zu den Fördermaßnahmen des Bundes (KfW und BAFA) eingesetzt werden können und sollen. Die maximale Fördersumme für alle Maßnahmen beträgt immerhin 15.000 Euro pro Jahr pro Antragsteller und Gebäude.

"Oldenburg geht in die richtige Richtung", lobt denn auch natureplus-Geschäftsführer Tilmann Kramolisch. "Gerade in der derzeit unübersichtlichen Förderlandschaft werden hier gezielt Anreize für eine Qualitätsbetrachtung der Materialien gesetzt." Dass sich mit den richtigen Materialien bei der Gebäudesanierung auch zusätzliche Chancen für den Klimaschutz ergeben, will natureplus bei seinem Fachkongress "RE.THINK BUILDING" am 9. September deutlich machen.
 

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