Fact-Sheet Wohnflächen-Effizienz

Der Verein Bauwende liefert gute Argumente für eine effizientere Nutzung der vorhandenen Wohnflächen.

Mit einem komprimierten "Fact-Sheet" zum Thema Wohnflächen-Effizienz liefert der natureplus-Partner Bauwende e.V. gute Argumente für die bessere Mobilisierung von bestehendem Wohnraum: Nach dieser Analyse, basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes, spielen äußere Faktoren wie z.B. der Bevölkerungszuwachs nur eine geringe Rolle für das aktuelle Baugeschehen in Deutschland. Der wichtigste Faktor ist dagegen der so genannte "Rebound-Effekt", die relative Vergrößerung der Wohnfläche pro Kopf. Zwischen 2000 und 2019 sei dieser Effekt für 86 Prozent der zugebauten Wohnfläche verantwortlich gewesen. Ursachen hierfür sind beispielsweise gestiegene Komforterwartungen, aber auch der sinkende Anteil an Mietwohnungsbau zugunsten von Familienhäusern. So stieg etwa in Hamburg in dem genannten Zeitraum die Wohnraumbeanspruchung von 35,8 auf 39,0 m² pro Kopf.

Wenn es nun gelänge, den Wohnraum pro Kopf wieder auf den Wert von 2000 zu senken (die Autoren nennen das "Probound-Effekt"), könnte der für Hamburg prognostizierte Wohnraum-Bedarf für Bevölkerungszuwachs und den Ersatz verfallender Gebäude von ca. 5,6 Mio. m² bis 2040 rechnerisch ausschließlich aus dem Bestand abgedeckt werden. Dadurch könnten enorme Mengen an Rohstoffen eingespart, der Flächenfraß verhindert und erhebliche Anteile an Klimagasen für Erstellung und Unterhaltung der zusätzlichen Gebäude vermieden werden, der Wohnraum wäre noch dazu tendenziell besser bezahlbar, weil bereits in der Substanz vorhanden. Die Mittel für eine solche Wohnflächen-Reduzierung seien schon erprobt, so werden etwa die Förderung des Umzugs in kleinere Wohnungen oder der Teilung von Wohnraum genannt, sie müssten nun mit einem regionalen und nationalen Aktionsplan Wohnflächen-Effizienz systematisch erschlossen werden.

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