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BauZ! 2021 – Im Quartier

Der Internationale Wiener Kongress für zukunftsfähiges Bauen Bauz! findet unter dem Titel "Im Quartier" vom 23.–25. März 2021 statt.

Die Corona-Pandemie hat die Bauwirtschaft aus einer jahrelangen Hochkonjunktur gerissen. Im selben Zeitraum sind Digitalisierung und Ökologisierung / Klimaschutz als Entwicklungsthemen auf EU-Ebene (European Green Deal) und auch durch die österreichische Bundesregierung ausgerufen worden. BauZ! 2021, der 18. Wiener Kongress für zukunftsfähiges Bauen, begleitet den Neustart der Branche im Jahr 2021. Im Anschluss an die B2B-Kooperationsbörse „Future of Building“ der Außenwirtschaft Austria werden an zwei Tagen zukunftsträchtige Lösungen und Konzepte präsentiert und mit heimischem und internationalem Publikum diskutiert.

Der BauZ! Kongress ist eine Zusammenarbeit des Österreichischen Instituts für Baubiologie und -ökologie (IBO) mit Universitäten (TU Wien, BOKU, DU Krems), Fachhochschulen (FH Technikum), außeruniversitären Forschungseinrichtungen (ACR, Austrian Cooperative Research), WKO Außenwirtschaft (Future of Building), Wirtschaftsagenturen der Länder (ecoplus NÖ, Wiener Wirtschaftsagentur) sowie Business Finland. IBO ist natureplus-Repräsentant in Österreich.

COVID 19: BauZ! 21 soll ein Kongress mit persönlich anwesenden Besuchern werden. Wir bereiten uns aber auch darauf vor, ihn online durchführen zu müssen.

Die Themen

1. Lebenswerte Quartiere

Was ist ein Quartier? Das Gebiet, in dem man fußläufig unterwegs sein kann, in dem man im entsprechenden Radius hoffentlich eine Haltestelle eines häufig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels findet, ein Gebiet mit einigen 1.000 bis einigen 10.000 Einwohnern, in Wien: ein „Grätzl“. Quartiere, das sind Anordnungen von Gebäuden mit öffentlichem und privaten Raum dazwischen, dem Raum, der eigentlich das ausmacht, was man Stadt, Siedlung oder Ort bezeichnet. Bewohnergerechte Quartiere sind solche, bei denen man beim Verlassen des Hauses zwar nach draußen, ins Freie – aber zugleich hinein in den Stadtraum und unter die Leute kommt.

2. Plusenergie-Quartiere

Klimagerechte Quartiere sind Plusenergiequartiere. Die EU wollen bis 2025 mindestens 100 Plusenergiequartiere (Positive Energy Districts) realisiert haben. Klimagerechte Quartiere sind CO2-neutrale Quartiere. Plusenergie-Quartiere betreiben Sektorkopplung: gekoppelt werden die Sektoren Elektrizität, Wärmeversorgung (bzw. Kälte), Verkehr und Industrie. Quartiere bekommen also eine neue Infrastruktur aus Energiegewinnung, Speicherung und bedarfsgerechter Verteilung zwischen Gebäuden. Die bisherige zentrale Energieversorgung erhält eine neue und nicht einfache Rolle: als Pufferung. Blackout: die nächste Krise? Sind energieflexible Plusenergie-Quartiere resilienter?

3. Low-Tech-Prinzipien und Materialwahl für Neubau und Sanierungen im Quartier

Klimagerechte, CO2-neutrale, energieflexible Gebäude werden nach Low-tech-Prinzipien gebaut und betrieben. Das bedeutet, dass einfache Lösungen gesucht werden. Thermische Fähigkeiten der Gebäudehülle und eine Architektur, die natürliche Belichtung und Potentiale für natürliche Belüftung nützt, verringern den Aufwand für Klimatisierung und Lüftung. Der Anteil der gebauten, aber der eigentlichen Nutzung entzogenen Kubatur, der für Verkabelungen, Verrohrungen, Luftführungen und Aggregate der Haustechnik beansprucht wird, wird kleiner. Ebenso verringern sich Aufwände fürHerstellung und Wartung solcher Anlagen sowie der Energieaufwand für den Betrieb.

BauZ! ist …

… ein Vernetzungstreffen der Branche für zukunftsfähige Architektur. Zielgruppen sind ArchitektInnen, PlanerInnen, Ingenieurfirmen, ZiviltechnikerInnen, technische KonsulentInnen, Universitäten und Fachhochschulen, Ministerien, Behörden, ausgelagerte staatliche Agenturen, NGO’s der Zivilgesellschaft, Industrielle Interessensvertretungen, Hersteller Baustoffe, Baukomponenten, Gebäudetechniksysteme, Facility Management.
… ein internationaler Fachkongress, der neue technische Lösungen zeigt, die sich bereits bewährt haben oder soeben verfügbar werden.

Sind Sie dabei? Anfragen: kongress(at)ibo.at

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