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Splitter von der BAU2021 ONLINE

Die Fachmesse BAU, normalerweise ein Anziehungspunkt von hunderttausenden Fachbesucher*innen in München, fand dieses Jahr Corona-bedingt online statt. Die digitalen Möglichkeiten wurden aber nicht ausgeschöpft.

Screenshot vom DGNB-"Wissenshappen"

Nach Angaben der Veranstalter gab die BAU ONLINE "Orientierung in bewegter Zeit", doch fehlte hierfür genau der rote Faden. Das digitale Angebot vom 13.-15. Januar 2021 mit digitalen Live-Präsentationen sowie 1:1-Gesprächen der 247 Aussteller aus 29 Ländern fand das Interesse von lediglich 38.325 Teilnehmern aus 138 Ländern. Das Konferenzprogramm verzettelte sich mit den Themen Digitalisierung, Herausforderung Klimawandel, Ressourcen und Recycling, Wohnen der Zukunft sowie Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Architektur und Bauwirtschaft. Leider waren auch die technischen Rahmenbedingungen nicht ideal, viele Teilnehmer waren genervt von den Kinderkrankheiten digitaler Konferenzen wie nicht ausgeschaltete Mikrofone oder fehlende Kommunikation der Teilnehmer untereinander

Wie schon in mehreren anderen Meldungen aus diesen Tagen im Detail beleuchtet, bot allerdings besonders das "Studio Bund" des Bundesbauministeriums interessante Themen und Vorträge; aus den Veranstaltungen, die von der Messegesellschaft selbst betreut wurden, ragten positiv insbesondere die Veranstaltungsreihe der DGNB sowie Präsentationen von einzelnen Ausstellern heraus. Wir greifen deshalb zum Abschluss unserer Berichterstattung über die BAU ONLINE noch zwei dieser Veranstaltungen auf.

Lignotrend stellt die Kostenfrage

Umweltfreundliche Baustoff-Alternativen sind nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen interessant, sondern sie können auch Kostenvorteile bieten. Dafür lohnt der Blick über die Materialkosten hinaus auf den gesamten Bauprozess. Sehr anschaulich wurde das bei den Vorträgen der Firma Lignotrend, so etwa beim Fachvortrag „Hallenbäder made of LIGNO“ von Marketingleiter Ralf Harder. In der Präsentation wurde deutlich, dass die Flachdachbauteile aus Brettsperrholz einige Konstruktions- und Kostenvorteile gegenüber konventionellen großflächigen Dachaufbauten haben. Bereits ab Werk verfügen die Bauelemente über hochwertige Sicht-Akustikoberflächen. Der Aufbau der materialeffizienten Rippenelemente ist direkt von oben und aufsetzend auf den Bindern möglich, sodass ein aufwändiges Raumgerüst und Überkopfarbeiten wegfallen und effektive Bauzeit gespart wird. 
 
DGNB zur Baustoffauswahl

Ein großes Angebot an Webinaren und online Diskussionen bot die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB. Zentrale Themen waren Kreislauffähiges Bauen und Klima- und Ressourcenschonende Gebäude. Beim Frühstückstalk zu nachhaltigen Bauprodukten und zur Frage, worauf es bei der Materialwahl wirklich ankommt, wurde neben der Bedeutung der Materialität auch hervorgehoben, dass Baustoffe im Kontext des Gebäudes zu betrachten seien und die Bauweise ein wichtiger Hebel für Nachhaltigkeit ist. Tina Snedker Kristensen, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Troldtekt, stellte zudem klar, dass ein Materialpass sinnvoll wäre, um im Gebäude gebundene Baustoffe am Lebenszyklusende wieder nutzbar zu machen. Klimaschonendes Bauen brauche Produkte mit kleinem ökologischen Fußabdruck, stellte Johannes Kreissig Geschäftsführender Vorstand der DGNB, klar. Ökologische Alternativen sind da, nützliche Infos finden sich beispielsweise im DGNB Navigator, der ebenfalls vorgestellt wurde. Orientierung bietet hier auch die natureplus Datenbank.

Die DGNB hat alle ihre Veranstaltungen auf der BAU ONLINE auf Youtube gestellt, hier können sie jederzeit in Ruhe angeschaut werden.

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