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EU-Corona-Milliarden für Gebäudesanierung einsetzen!

Eine Veröffentlichung des Ecologic Instituts begründet, warum die Gebäudesanierung in der Aufbau-und Resilienzfazilität der EU Vorrang haben sollte.

Die Modernisierung des Europäischen Gebäudebestands ist unerlässlich, um die beiden Ziele des Klimaschutzes und der grünen Erholung zu erreichen. Der Gebäudesektor ist für 27 % der gesamten Treibhausgasemissionen (THG) und für 36 % der energiebedingten THG-Emissionen verantwortlich, wenn man die direkten und indirekten THG-Emissionen betrachtet. Laut der Europäischen Kommission muss die Renovierungsrate von Gebäuden verdoppelt werden, um zu der bis 2030 angestrebten Emissionsreduzierung von 55 % beizutragen - und dies wiederum ist entscheidend, um bis 2050 klimaneutral zu werden.

In der Zwischenzeit sind energetische Sanierungen ein wichtiger Motor für einen fairen und nachhaltigen Aufschwung: Die Internationale Energieagentur (IEA) und das Buildings Performance Institute Europe (BPIE) prognostizieren beide etwa 18.000 Arbeitsplätze pro investierte Milliarde Euro. Die Verbesserung der Qualität unseres Gebäudebestands ist ebenso wichtig, um gegen Innenluftqualität und Energiearmut vorzugehen: Derzeit können sich etwa 34 Millionen Haushalte ihre Energierechnungen nicht leisten.

Die Studie des Ecologic Instituts spricht sich dafür aus, einen Mindestanteil der „Recovery and Resilience Facility“ (RRF) für die Finanzierung gründlicher Gebäudesanierungen vorzusehen. Vor dem Hintergrund der Verpflichtungen der EU Wiederaufbaupläne und der Anforderung 37 % der Zuschüsse und Darlehen im Rahmen der „Recovery and Resllience Facility“ für klimabezogene Investitionen auszugeben, besteht die von uns empfohlene Methode darin, die Mittel der RRF entsprechend dem Anteil des Gebäudesektors an den gesamten THG-Emissionen zuzuweisen. Dies entspricht mindestens 54,5 Milliarden EUR an Zuschüssen und Darlehen in der gesamten EU. Die vollständigen Ergebnisse sind im Bericht nachlesbar.

Diese Studie wurde von der Europäischen Klimastiftung (ECF) und der ROCKWOOL-Gruppe in Auftrag gegeben, um eine Grundlage für die Diskussion und das Engagement zwischen Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern zu schaffen.

Die Veröffentlichung des Ecologic Instituts steht als Download zur Verfügung.

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