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Deutscher Holzbaupreis 2019 vergeben

Der Deutsche Holzbaupreis, die wichtigste Auszeichnung für Gebäude aus Holz, ging in diesem Jahr an drei Neubauten in Hamburg, Stadtroda und Würzburg.

Das Studentenwohnheim "Woodie" in Hamburg. (c) J. Bitter

Das Forstamt im thüringischen Jena. (c) Th. Eicken

Das Würzburger Gründerlabor auf dem Unicampus. (c) Th. Ott

Drei Neubauten und ein Gebäude der Kategorie „Bauen im Bestand“ wurden 2019 mit einem Deutschen Holzbaupreis ausgezeichnet. Eine Fachjury unter Leitung von Professor Werner Sobek bewertete insgesamt 157 Arbeiten, die von Neubauten über Gebäudesanierungen bis zu neuen Entwicklungen auf dem Produktsektor reichten.

Einen Preis erhält das Studentenwohnheim „Woodie“ in Hamburg von Sauerbruch Hutton Architekten aus Berlin. Hierbei handelt es sich um das weltweit größte Wohnbauprojekt in Modulbauweise. Auf einem Betontisch stapeln sich 371 vorgefertigte Wohnmodule zu fünf und sechs Geschossen. Laut der Jury fügt sich sehr gut in die städtebauliche Umgebung ein und hat hohe Vorbildwirkung für andere modular hergestellte Gebäude aus Holz im städtischen Kontext.

Ein weiterer Preis ging an das Thüringer Forstamt Jena-Holzland in Stadtroda von Cornelsen und Seelinger Architekten aus Darmstadt. Dieses besteht aus einem klassischen Tragskelett mit Holz-Beton-Verbunddecken aus Buchen-Furnierschichtholz. Hierbei handelt es sich um ein Material, das im Vergleich zu Nadelhölzern höhere Biege-, Zug- und Druckfestigkeiten aufweist. Nach Ansicht der Jury kann dieses Gebäude als Konzept für kleinere Büro- oder Verwaltungsbauten von Kommunen und Firmen dienen.

Schlussendlich wurde auch das neue Gründerlabor auf dem Würzburger Hubland ausgezeichnet. Konzipiert und entworfen wurde es an der TU Darmstadt unter Prof. Anett-Maud Joppien. Die Planung und Realisierung erfolgte durch Henne Schönau Architekten und Hofmann Keicher Ring Architekten. Das Gründerlabor ist laut Jury ein signifikantes Gebäude von hoher architektonischer Qualität, Die transluzente Fassade des „Cube“ genannten Quaders besteht aus einer Konstruktion aus Brettschichtholz in Kombination mit bedruckter Polycarbonatpaneele.

Mit dem Preis in der Kategorie "Bauen im Bestand" wurde der Umbau der Stadtbücherei von Kressbronn am Bodensee durch Dipl.-Ing. Arch. Thomas Steimle gewürdigt.

Weitere Details zu allen ausgezeichneten Gebäuden finden sich auf der Website des Deutschen Holzbaupreises.

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