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Vom Seecontainer zum energieautonomen Wohnmodul

Studenten der Hochschule Offenburg haben einen herkömmlichen Seecontainer zum energieautonomen Wohnmodul umgebaut.

Aus dem Seecontainer wurde ein energieautarkes Wohnmodul. (c) Handwerkskammer Freiburg

Wie kann energieautonomes Wohnen auf kleinstem Raum funktionieren? Dieser Frage haben sich Studenten der Hochschule Offenburg angenommen. In einem Kooperationsprojekt mit Fraunhofer ISE, der Handwerkskammer Freiburg und der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule in Freiburg wurde ein herkömmlicher Seecontainer zu einem energieautonomen Wohnmodul umgebaut. Ziel des Projektes ist es, energieeffiziente Installationen bereits während der Ausbildung zu vermitteln.

Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren gewinnen immer mehr an Relevanz, jedoch wird viel zu wenig energetisch saniert - vor allem in Bestandsgebäuden aus der Nachkriegszeit gibt es enormen Nachholbedarf. Auch Neubauten werden teilweise mit wenig Rücksicht auf nachhaltige Energiesysteme ausgeführt. Experten fordern daher, bereits bei der Ausbildung der Fachkräfte anzusetzen.

Gemeinschaftswerk von Forschern, Studenten und Berufsschülern

Studierende der Hochschule Offenburg, Berufsschüler der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben sich daher zusammengetan und in dem Pilotprojekt "SHK4Future" gezeigt, wie nachhaltige Versorgungstechnik auf kompaktem Raum aussehen kann. In Gemeinschaftsarbeit haben sie einen herkömmlichen Seecontainer zum Null-Energie-Wohnmodul umgebaut. Durch den Einsatz von Wärmepumpen, PVT-Kollektoren, die Photovoltaik und Solarthermie vereinen, und einem dazugehörigen Batteriespeicher kann der Container nachhaltig und autark als Wohnmodul betrieben werden.

Container als Testlabor

Mit Abschluss des Projektes soll der Container als Anschauungsobjekt und Testlabor für nachhaltige Versorgungssysteme dienen, sowohl in der Lehre und Weiterbildung sowie auf Messen zur Berufs- und Studienorientierung. Dafür wurde die Gebäudetechnik so ausgeführt, dass ihre Funktionsweise im Betrieb leicht nachvollzogen werden kann, etwa durch Mess- und Monitoring-Einrichtungen. Zudem planen die Projektpartner ähnliche Nachfolgeaktionen, die zu einem erfolgreichen Transfer innovativer Energieversorgungslösungen für Gebäude beitragen können.

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