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Ökologische Innovationen gesucht

Material- und Produktherstellende, Planende und Designer*innen sind eingeladen, sich zur Teilnahme an der Ausstellung der ReBAU Messe im Februar 2022 zu bewerben. Einsendeschluss der Bewerbung: 15. Oktober 2021.

Das ReBAU Team ist für Sie erreichbar im Faktor X Haus in 52459 Inden. Foto © WOLLENWEBERARCHITEKTUR

Klaus Dosch. Foto: ReBAU

„Die Baubranche hat seit Jahrzehnten keine Innovationen hervorgebracht“, sagt Klaus Dosch und fordert damit Herstellende und Gestaltende heraus. Der Leiter der „Faktor X Agentur“ der Entwicklungsgesellschaft indeland will motivieren, Produkte und Lösungen für ein ressourcenschonendes und kreislaufgerechtes Bauen zu präsentieren. Unternehmer und alle Kreativen im Baubereich können sich bei dem „Call for Innovation“ mit ihren zukunftsweisenden Bauprodukten und -konstruktionsarten bis zum 15. Oktober bewerben. ReBAU plant für das kommenden Frühjahr eine Messe zur Präsentation der Innovationen und wird ausgewählte Einreichungen durch eine Ökobilanzierung fördern.

Anforderungen an die Innovationen

Gesucht werden Produkte und Konstruktionsweisen, die ein ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen ermöglichen. Dazu gehören Bauprodukte/-teile und konstruktive Lösungen aus nachwachsenden und Sekundärrohstoffen sowie wiederverwendete Produkte. Konstruktionen sollten so ausgeführt sein, dass sie über weitere Lebenszyklen zur Verfügung stehen. Auswahlkriterien für die Auswahl der Ausstellenden: Konzept, Prozesse und Kreisläufe (Herstellung, Materialkreislauf, Lieferkette), Verfügbarkeit von Produkt und Rohstoffen, Stand der Entwicklung, Kategorisierung in Materialgruppe, Zirkularität und Anwendungsbereich.

Infos zur ReBAU-Messe

Ausgewählte Produkte und Konstruktionen werden auf der ReBAU Messe Anfang 2022 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Messe wird als Hybrid geplant, um auf die jeweiligen pandemiebedingten Regeln eingehen zu können. Ausstellende haben die Möglichkeit, in Kurzpräsentationen ihre Bauprodukte und -weisen vorzustellen. Die Ausstellungsfläche besteht pro Aussteller*in aus zwei DIN A1 Plakaten und einem Stehttisch. Abweichungen können im Vorhinein abgestimmt werden. Die Ausstellungsfläche wird so platziert sein, dass Besuchende diese jederzeit einsehen können. Die Förderung der ausgewählten Produkte oder Konstruktionsweisen erfolgt in Form einer durch das ReBAU Projekt beauftragten Bilanzierung nach "Faktor X" Prinzipien (Rohstoffaufwand, nicht verwertete Entnahme bei der Rohstoffgewinnung, GWP und Energieverbrauch (PENRT)). Darüber hinaus werden Produkte nach den Zirkularitäts-Kriterien der EMMy mini Library des Institutes für Rezykliergerechtes Bauen an der RWTH Aachen kategorisiert. Damit haben die Entwickler die Möglichkeit, ihr Produkt Wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen.

Über ReBAU

Das ReBAU-Projekt will eine regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft fördern. ReBAU (Regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft) steht für einen Paradigmenwechsel: weg vom reinen Energiesparen, hin zu einem umfassenden Ressourcen- und Klimaschutz im Bauwesen. Das ReBAU-Kompetenzzentrum betrachtet den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden, verbindet diesen mit zirkulärer Wertschöpfung (kreislaufgerechte Bauprodukte) nutzt digitale Möglichkeiten (Rohstoffbörse) und mobilisiert Expertisen aus Wirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Kreisen und Kommunen. Durch einen vorausschauenden Strukturwandel im niederrheinischen Braunkohle-Revier zwischen Aachen, Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach wird eine Wende im Bauwesen hin zur Umwelt- und Ressourcenschonung durch ReBAU unterstützt und neue Ideen, Chancen und Wertschöpfungen umgesetzt. Mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden soll im Rheinischen Revier eine Transformation von einer Tagebau- zu einer Seen- und Innovationslandschaft vorangetrieben werden. ReBAU wird geleitet von den Projektpartnern Zukunftsagentur Rheinisches Revier und der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH.

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