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Neuer Maßstab für gesünderes Wohnen

Das am 12. Oktober 2006 in Ahlen auf der Veranstaltung "Win-Win mit Wohngesundheit" vorgestellte Sentinel-Haus®Konzept bietet allen Baubeteiligten wissen­schaftlich fundierte Sicherheit – auch für gesunde Menschen, die einfach gesund bleiben wollen.

Wer als gesundheitlich sensitiver Mensch oder als Allergiker garantiert gesunder wohnen will, musste sich bislang mühsam Informationen zusammensuchen und auf Angaben der Hersteller und Verarbeiter vertrauen. Das am 12. Oktober 2006 in Ahlen auf der Veranstaltung "Win-Win mit Wohngesundheit" vorgestellte Sentinel-Haus®Konzept bietet allen Baubeteiligten wissen­schaftlich fundierte Sicherheit – auch für gesunde Menschen, die einfach gesund bleiben wollen.

Das Konzept wurde im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts "Wohngesundheit in Lebensräumen" entwickelt. Es löst ein Problem, das für viele Allergiker und sensitive Menschen oft zur Qual wird: Denn auch in so genannten Öko-Häusern ist die Innenraumluft häufig viel zu stark mit Schadstoffen belastet. Beispiele sind Aldehyde (u.a. Formaldehyd) und flüchtige organische Stoffe (VOC). Durch die intensive Einbindung von Wissenschaftlern, Bauexperten und Prüflabors bietet ein nach dem Sentinel-Haus®Konzept erstelltes Gebäude den beteiligten Bauunternehmen, Handwerkern und nicht zuletzt den Bewohnern größtmögliche Sicherheit vor gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Zum Einsatz kommen so weit wie irgend möglich Produkte, die mit dem natureplus-Qualitätszeichen zertifiziert sind. Dieses vom gleichnamigen, unabhängigen Verein verliehene Zeichen setzt mit seinen strengen Richtlinien europaweit höchste Maßstäbe für wohngesunde Bauprodukte. Nicht durch natureplus zertifizierte Baustoffe werden für die Verwendung im Sentinel-Haus® von renommierten Prüfinstituten getestet. Für sensibilisierte Menschen ist nach diesem Konzept eine umweltmedizinische Untersuchung vorgesehen, deren Ergebnisse in die Planung und Baustoffauswahl einfließen. So testen sensible Personen einzelne Baustoffe vor der Bauausführung auf ihre persönliche Verträglichkeit, wie Peter Bachmann, geschäftsführender Gesellschafter der projektleitenden Q3 Welt der Lebensqualität KG, berichtete.

Diesen Maximal-Schutz erhielt auch Familie Siege aus Hamburg, die ihr neues Haus nach dem Sentinel-Haus®Konzept bauen ließ. In ihrem bisherigen Haus hatte die Familie starke Probleme mit Allergien bis hin zu MCS (multiple chemical sensitivity), die zum Teil durch bei einem Umbau verwendete Baumaterialien und Holzschutzmittel hervorgerufen wurden.

Dass die aufwändigen Kommunikationsprozesse auf der Baustelle auch mit vorher wenig informierten Handwerkern und Zulieferern möglich und machbar sind, zeigten Architekt Dipl.-Ing. Ralf Vogel und Dipl.-Ing. Richard Adriaans, Geschäftsführer des Arbeitskreises ökologischer Holzbau (AköH), am Beispiel des Vogelnests, einem viergeschossigen Holzrahmengebäude in Freiburg. Ein entsprechendes Ausbildungsprogramm für Verarbeiter ist Bestandteil des Sentinel-Haus®Konzepts, wie Josef Spritzendorfer, Gesellschafter von Q3 Welt der Lebensqualität, vorstellte.

Chancen durch WohngesundheitWelche Chancen sich durch die konsequente Fokussierung auf das Thema Wohngesundheit für Bauunternehmen und Handwerker bieten, wurde auf der Tagung in Ahlen ebenfalls deutlich. So lassen sich gegenüber dem Wettbewerb ausgeprägte Alleinstellungsmerkmale im Mega-Markt Gesundheit definieren und kommunizieren, die durch die im Konzept vorgesehene Dokumentation aller Bauabläufe und der eingesetzten Materialien sowie durch mehrfache Raumluftmessungen auf der Baustelle auch glaubhaft an die anspruchsvolle Kundschaft vermittelt werden können. Nicht zuletzt bietet das Konzept den Bauunternehmen und Handwerkern eine größtmögliche Sicherheit vor Schadensersatzansprüchen durch die Bauherrschaft.

Einer der ersten Anwender des Konzepts wird der BaufairBund in Ahlen sein. Der Leistungsverbund mittelständischer Bauprofis wird von seinem Standort auf der Zeche Westfalen aus die Region mit hochwertigen wohngesunden Bauten und Umbauten versorgen, die soweit als irgend möglich aus natureplus-zertifizierten Baustoffen erstellt werden.

Weitere Themen in Ahlen waren unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse zur Belastung der Innenraumluft und zur Bewertung von Baustoffen sowie die Potenziale, die der Bereich Wohngesundheit für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau bietet.

Eine ausführliche Dokumentation der Tagung findet sich in Kürze unter www.Q3-Lebensqualitaet.de

Informationen zur dynamischen Entwicklung auf der Zeche Westfalen in Ahlen finden sich unter www.mia-itc.de


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