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Verantwortung in der Lieferkette

Auf der BAU 2017 berichtete natureplus über seine Maßnahmen, um Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu gewährleisten.

Am DGNB-Stand v.l.n.r.: Teegelbekkers, Dr. Artelt, Kreißig, Schmitz, Dr. Werner. Foto: natureplus

Am Freitag, den 18. Januar, fand auf der Messe BAU2019 in München am Stand der DGNB in Halle C2 ein runder Tisch zum Thema "Verantwortung in der Lieferkette" statt. Unter der Leitung von DGNB-Geschäftsführer Johannes Kreißig sprachen hier Dr. Christian Artelt von HeidelbergCement und der CSI (Initiative Nachhaltiger Zement), Dirk Teegelbekkers vom PEFC, Dr. Heinecke Werner von Fair.Stone und Thomas Schmitz von natureplus über ihre jeweiligen Initiativen, die Lieferkette von Bauprodukten bis zurück zur Gewinnung der Rohmaterialien nachhaltig und sozial zu gestalten. Hierbei ging es um nachhaltige Forstwirtschaft und Ausschluss von Raubbau im Wald, Umweltschutz und Erhalt der Biodiversität beim Mineralienabbau, Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften, Ächtung von Kinderarbeit und Korruption, von Not und Ausbeutung in Krisen- und Konfliktregionen. Alle teilnehmenden Organisationen befinden sich im Anerkennungsverfahren der DGNB für Nachweise zur "Nachhaltigen Ressourcengewinnung". Vor allem ging es auch darum, die Möglichkeiten und Grenzen privater Initiativen aufzuzeigen auf einem Gebiet, in dem derzeit wenig Transparenz und wenig regulatorische Vorgaben herrschen.

In seinem Diskussionsbeitrag beschrieb Schmitz die bisherigen Erfahrungen von natureplus auf diesem Gebiet. So gehört schon immer eine vollständige Produktdeklaration und die Kontrolle der Lieferantenliste zur natureplus-Prüfung. Bei Holzprodukten stützt sich natureplus auf vorhandene Label, die eine so genannte "chain of custody" bescheinigen, und zusätzlich auf regionale Vertriebswege, die einfach kontrollierbar sind. Auch bei mineralischen Rohstoffen, die in Europa gewonnen werden, ist eine Kontrolle der Abbaubedingungen und der Renaturierung im Rahmen der Produktzertifizierung möglich, zusätzlich werden die Arbeitsbedingungen in der Produktion bei der obligatorischen Werksinspektion stichprobenartig kontrolliert.

Seit etwa einem 3/4 Jahr hat natureplus zusätzlich mit der Vergaberichtlinie 5004 die Anforderung installiert, dass die Lieferkette vom geprüften Unternehmen transparent dargestellt und insbesondere die Einhaltung sozialer Grundanforderungen für die Vorlieferanten gewährleistet wird. Mit diesem neuen Kriterium liegen laut Schmitz noch nicht sehr viele Erfahrungen vor, aber grundsätzlich seien die Unternehmen dieser Fragestellung gegenüber aufgeschlossen, weil diese auch gesellschaftlich immer stärker thematisiert wird. Je nach Größe und Fertigungstiefe eines Unternehmens sei es aber schwierig, die nötigen Managementerklärungen von den Vorlieferanten zu bekommen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen würden viele ihrer Zutaten von Zwischenhändlern auf dem Weltmarkt beziehen, die nicht über entsprechende Zertifikate verfügen. Außer für Holz und Holzwerkstoffe sei eine Transparenz der Lieferkette im Baubereich schwer herzustellen, sobald man sich außerhalb von Europa bewege. Aus diesem Grund forderte Schmitz eine strengere gesetzliche Regelung bezüglich der Produktdeklaration, die auch eine Herkunftsangabe beinhalten müsste.

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