Newsarchiv

Berlin fördert den urbanen Holzbau

Bei Landesbauten wie Schulen, Kindergärten und Wohngebäuden wird künftig verstärkt Holz eingesetzt. Dies hat der Senat ohne Gegenstimmen beschlossen.

(c) Bauen mit Holz

Der Baustoff Holz soll in der Bundeshauptstadt künftig in deutlich stärkerem Umfang eingesetzt werden und als Kohlenstoffdioxidspeicher einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz leisten. Der Berliner Senat wird künftig vorangehen und bei Landesbauten wie Schulen, Kindergärten und Wohngebäuden verstärkt Holz einsetzen. Darüber hinaus sollen Förderprogramme sollen Anreize für private Bauherren schaffen. Um Know-how vor Ort zu konzentrieren, fordern die Abgeordneten mehr Unterstützung für Forstwirtschaft, Handwerk, Industrie und Wissenschaft im Raum Berlin-Brandenburg. Der Beschluss sei auch ein Aufruf an holzverarbeitende Unternehmen, zusätzliche Standorte und Produktionskapazitäten in der Region aufzubauen. Ein Holzbaucluster soll die Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette langfristig entwickeln und bündeln.

Beschluss mit Impulswirkung

Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) begrüßt den Beschluss des Berliner Senats ausdrücklich. Ohne die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz sind die Klimaziele des Bundes und der Länder laut Schmidt nicht zu erreichen, durch den Einsatz von Holz könnten die CO2-Emissionen allein im Bauwesen um jährlich 31 Millionen Tonnen gesenkt werden. Der DeSH hofft auf Impulswirkung: Laut Schmidt hemmen unzeitgemäße bauordnungs- und bauplanungsrechtliche Vorgaben den Holzbau in einigen Regionen. Durch moderne Brandschutzkonzepte sei der Bau und Betrieb von Holzgebäuden aber unproblematisch.

Die Berliner Bauordnung wurde im Frühjahr 2018 entsprechend angepasst. Der Verband erachtet es nun als notwendig, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei staatlichen Bauvorhaben bundesweit im geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu verankern. "Angesichts des alarmierenden Weltklimaberichts 2018 sind nun der Bund und manche Länder gefragt, die notwendigen Veränderungen im Gebäudebereich konsequent anzugehen", appeliert Schmidt abschließend.

Eine neue Publikation des Ecologic Instituts zur "Stärkung der Kreislaufführung von mineralischen Baustoffen" zeigt anhand einer Akteursanalyse...

Weiterlesen

natureplus is introducing a new method for assessing climate compatibility. The public consultation on the relevant guideline will take place on 24...

Weiterlesen

Für die Bewertung der Klimaverträglichkeit führt natureplus eine neue Methode ein. Die öffentliche Anhörung der entsprechenden Richtlinie findet am...

Weiterlesen

Der weltweit viertgrößte Hersteller von Zement will seine Emissionen in den kommenden Jahren deutlich reduzieren.

Weiterlesen

 

ADVERTISMENT