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DNP 2021 Architektur

Acht Projekte für Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2021 von DGNB nominiert, darunter gleich fünf Wohnprojekte.

DNP nominiert: Skaio Heilbronn, Foto: natureplus

DNP nominiert: Kraftwerk München, Foto: Sascha Klatzsch

DNP nominiert: Wohnprojekt MaxAcht Stuttgart, Foto: Jürgen Pollak

DNP nominiert: Nullenergie-Fachklassentrakt Aalen, Foto: Valentin Schmied

Eine bunte Mischung aus Bestands- und Neubauprojekten unterschiedlicher Gebäudenutzungen hat es in die Liste der Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2021 geschafft. Sie alle zeigen ganz individuell auf überzeugende Art, wie sich Nachhaltigkeit, Innovation und gestalterische Qualität miteinander verknüpfen lassen. Die renommierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum achten Mal gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. vergeben. 

„Auch in diesem Jahr decken wir mit den Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur wieder eine spannende Bandbreite an architektonischen Lösungen ab“, sagt DGNB Präsidiumsmitglied Amandus Samsøe Sattler, unter dessen Vorsitz die Jury stand. „Sie alle erzählen für sich genommen eine überzeugende, vorbildliche Geschichte im Umgang mit ihren konkreten Bauaufgaben.“ Von den acht Projekten kommen vier aus Baden-Württemberg, zwei aus Berlin und jeweils eines aus Bayern und dem Saarland. Auffällig ist die große Anzahl an Projekten, die den Werkstoff Holz verwenden.

Gleich fünf Wohnprojekte unter den besten Acht

Besonders stark vertreten unter den Nominierten sind in diesem Jahr Wohngebäude. Hierzu zählt das inklusive Projekt Manara in Ludwigsburg, das Wohngemeinschaften für geflüchtete Jugendliche und Studierende schafft. Es zeigt beispielhaft, wie sich Bezahlbarkeit, eine nachhaltige Bauweise, eine schnelle Umsetzung durch Vorfertigung, ein hoher sozialer Anspruch und Wohnqualität miteinander verbinden lassen. 

In Stuttgart steht das Projekt MaxAcht einer privaten Baugemeinschaft, das auf vorbildliche Weise die Verbindung einer partizipativen Planung, einer klimagerechten Bauweise und einer gelungenen städtebaulichen Einbindung schafft.

Das im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 entstandene SKAIO in Heilbronn war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung Deutschlands höchstes Holzhochhaus. Als Modellprojekt steht es beispielhaft für die Leistungsfähigkeit des urbanen Holzbaus. 

Ähnliches lässt sich auch über das Wohnhaus Walden 48 in Berlin sagen. Maßstäbe setzt das Projekt in Sachen Brandschutz, mit seinen sichtbaren Holzkonstruktionen und dem Verzicht auf Gipsbekleidungen, was zugleich zu einer Vereinfachung und Vergünstigung führt. Zudem stellt es ein sehr gelungenes Beispiel einer innenstädtischen Nachverdichtung an einem lärmbelasteten Ort dar, das mit einer hohen architektonischen Qualität überzeugt.

Umnutzung und Sanierung

Die Themen Umnutzung und Sanierung von Bestandsgebäuden finden sich in der Liste der Nominierten bei zwei Projekten wieder. Zum einen bei UNIQUE³ in Saarbrücken, das als energetisch nicht sanierbar galt und lange leer stand. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex der ehemaligen Siemens-Niederlassung wurde zu einem hochwertigen Wohnquartier revitalisiert. Durch eine weitgehende Entsiegelung und eine extensive Dachbegrünung erreicht es zudem lokale klimatische Verbesserungen. 

Ein Beispiel für einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit dem baulichen Erbe der industriellen Entwicklung bildet das Kraftwerk in München. Dem monofunktional mit viel Ressourcenaufwand erstellten Gebäude wurde mit kraftvollen gestalterischen Gesten eine Vielzahl neuer Nutzungen zugeführt.

Nachhaltige Gewerbe- und Infrastrukturbauten

Dem in Holz-Hybrid-Bauweise erstellten Null-Energie-Fachklassentrakt in Aalen ist es auf angemessene und bescheidene Weise gelungen, architektonisch das umzusetzen, was sinnvoll und notwendig erscheint. Der freistehende Erweiterungsbau des Schubart-Gymnasiums verzichtet auf aufwändige Lösungen und überzeugt als Lowtech-Lösung mit einem kleinen CO2-Fußabdruck. 

Hinzu kommt das temporäre Gebäude B-Part, das Teil des künftigen Stadtquartiers „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ in Berlin ist. Es besitzt eine hohe identitätsstiftende und kommunikative Wirkung. Zudem verfügt es über eine große Nutzungsflexibilität und ist für Folgenutzungen an anderen Standorten hervorragend geeignet.

Vorauswahl durch DGNB Jury 

Für eine fundierte und unabhängige Bewertung werden die Sieger und Finalisten beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur in einem zweistufigen Juryprozess ausgewählt, an dem sich namhafte Expert/innen aus den Bereichen Architektur und Bauen, aber auch Expert/innen aus Kommunen, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik beteiligen.

Die Vorauswahl der Nominierten wurde durch die DGNB Jury, bestehend aus zehn renommierten Architekt/innen und Planer/inenn in Deutschland, vorgenommen. Am 15. September 2020 entscheidet in der zweiten Auswahlrunde die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung a.D., über die Finalisten sowie den Gewinner. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2020 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt.

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