Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dr. Anton Hofreiter, tauschte sich anlässlich eines Betriebsbesuchs bei dem innovativen Dämmstoff-Hersteller Thermo-Natur mit einigen natureplus-Vertretern aus. Begleitet wurde er vom baupolitischen Sprecher der Grünen, Chris Kühn. Die Firma Thermo-Natur hatte dieses Treffen initiiert, an dem auch der Hauptgesellschafter und bekannte Umweltmäzen Alfred Ritter teilnahm. Seitens natureplus waren der Geschäftsführer Thomas Schmitz, sowie die Vorstände Ulrich Steinmeyer (ÖkoPlus AG) und Heinz Amolsch (Thermo-Natur) vertreten. Außerdem nahm noch Dora Griechisch als Vertreterin der Deutschen Umwelt-Hilfe teil, die unlängst eine Aufklärungsschrift über Naturdämmstoffe veröffentlicht hat.
Neben der Information über die natureplus-zertifizierte Produktion von Dämmstoffen aus Hanf und Recycling-Jute ging es bei diesem Besuch vor allem um die notwendige Neuausrichtung der Förderpolitik des Bundes im Gebäudebereich. Wie alle eingeladenen Fachleute betonten, müsse der Fokus weg von der einseitigen Fixierung auf einen geringeren Heizwärmeverbrauch und hin auf den ökologischen Fußabdruck der Baumaterialien. Nachwachsende und aus Recycling stammende Rohstoffe sparen endliche Ressourcen und enthalten um Größenordnungen weniger "graue" Herstellungsenergie. Denn mittlerweile wird zur Herstellung eines gut gedämmten Neubaus so viel Energie benötigt, wie es während seiner ganzen Lebenszeit zum Heizen verbraucht.
Die Grünen sagten zu, sich dieser Thematik anzunehmen, die bisher in der parlamentarischen Praxis anderer Fraktionen noch gar keine Rolle spielt. Zunächst einmal haben sie eine parlamentarische Anfrage gestellt, mit der aktuelle Informationen über das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und über bestehende Einsatzhemmnisse zusammengetragen werden sollen.



