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Neuer Maßstab für gesundes Wohnen

Wer als gesundheitlich sensitiver Mensch oder als Allergiker garantiert gesund wohnen will, musste sich bislang mühsam Informationen zusammensuchen und auf Angaben der Hersteller und Verarbeiter vertrauen. Das nun in Ahlen vorgestellte Sentinel-Haus®Konzept bietet allen Baubeteiligten wissenschaftlich fundierte Sicherheit – auch für gesunde Menschen, die einfach gesund bleiben wollen.

Bauherrin Sandra Siege im Interview mit Journalist Peter Weyhling bei der Tagung „Win-Win mit Wohngesundheit“ in Ahlen.

Forum „Win-Win mit Wohngesundheit“
Neuer Maßstab für gesundes Wohnen


AHLEN (Westfalen): Wer als gesundheitlich sensitiver Mensch oder als Allergiker garantiert gesund wohnen will, musste sich bislang mühsam Informationen zusammensuchen und auf Angaben der Hersteller und Verarbeiter vertrauen. Das nun in Ahlen vorgestellte Sentinel-Haus®Konzept bietet allen Baubeteiligten wissenschaftlich fundierte Sicherheit – auch für gesunde Menschen, die einfach gesund bleiben wollen.

Das Konzept wurde im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts „Wohngesundheit in Lebensräumen“ entwickelt. Es löst ein Problem, das für viele Allergiker und sensitive Menschen oft zur Qual wird: Denn auch in so genannten Öko-Häusern ist die Innenraumluft häufig viel zu stark mit Schadstoffen belastet. Beispiele sind Aldehyde (u.a. Formaldehyd) und flüchtige organische Stoffe (VOC).  Durch die intensive Einbindung von Wissenschaftlern, Bauexperten und Prüflabors bietet ein nach dem Sentinel-Haus® Konzept erstelltes Gebäude den beteiligten Bauunternehmen, Handwerkern und nicht zuletzt den Bauherren größtmögliche Sicherheit vor gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Zum Einsatz kommen so weit wie möglich Produkte, die mit dem natureplus-Qualitätszeichen zertifiziert sind. Dieses vom gleichnamigen, unabhängigen Verein verliehene Zeichen setzt mit seinen strengen Richtlinien europaweit Maßstäbe für wohngesunde Bauprodukte. Nicht durch natureplus zertifizierte Baustoffe werden vom ECO-Umweltinstitut, Köln,  getestet.

Für sensibilisierte Menschen ist dieses Vorsorgeniveau zwar notwendig, aber nicht ausreichend, weil diese Personengruppe auf kleinste Mengen von Schadstoffen reagiert. Deshalb werden solche Bewohner umweltmedizinisch untersucht und die Ergebnisse in die Planung und Baustoffauswahl einbezogen. So testen sensible Personen einzelne Baustoffe vor der Bauausführung auf ihre persönliche Verträglichkeit, wie Peter Bachmann, geschäftsführender Gesellschafter der projektleitenden Firma Q3-Welt der Lebensqualität KG, berichtete.

Diesen Maximal-Schutz erhielt auch Familie Siege aus Hamburg, die ihr neues Haus nach dem Sentinel®-Konzept bauen ließ. In ihrem bisherigen Haus hatte die Familie starke Probleme mit Allergien bis hin zu MCS (multiple chemical sensitivity), die zum Teil durch bei einem Umbau verwendete Baumaterialien und Holzschutzmittel hervorgerufen wurden.

Dass die aufwändigen Kommunikationsprozesse auf der Baustelle auch mit vorher wenig informierten Handwerkern und Zulieferern möglich und machbar sind, zeigten Architekt, Dipl.-Ing. Ralf Vogel, und Dipl.-Ing. Richard Adriaans, Geschäftsführer des Arbeitskreises ökologischer Holzbau (AköH) am Beispiel des Vogelnests in Freiburg, dem ersten viergeschossigen Holzrahmengebäude in Deutschland. Ein entsprechendes Ausbildungsprogramm für Verarbeiter ist Bestandteil des Sentinel-Haus® Konzepts, wie Josef Spritzendorfer, Gesellschafter von Q3-Welt der Lebensqualität, vorstellte.

Chancen durch Wohngesundheit

Welche Chancen sich durch die konsequente Fokussierung auf das Thema Wohngesundheit für Bauunternehmen und Handwerker bietet, wurde auf der Tagung in Ahlen ebenfalls deutlich. So lassen sich gegenüber dem Wettbewerb ausgeprägte Alleinstellungsmerkmale im Mega-Markt Gesundheit definieren und kommunizieren, die durch die im Konzept vorgesehene Dokumentation aller Bauabläufe und der eingesetzten Materialien sowie durch mehrfache Raumluftmessungen auf der Baustelle auch glaubhaft an die anspruchsvolle Kundschaft vermittelt werden können. Nicht zuletzt bietet das Konzept dem Bauunternehmen und dem Handwerker eine größtmögliche Sicherheit vor Schadensersatzansprüchen durch die Bauherrschaft.

Einer der ersten Anwender des Konzepts wird der Baufairbund in Ahlen sein. Die Kooperation von mittelständischen Handwerks-Unternehmen wird von ihrem Standort auf der Zeche Westfalen aus, die Region mit hochwertigen wohngesunden Bauten und Umbauten versorgen, die soweit als möglich aus natureplus-zertifizierten Baustoffen gebaut werden.

Weitere Themen in Ahlen waren unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse zur Belastung der Innenraumluft und zur Bewertung von Baustoffen sowie die Potenziale, die der Bereich Wohngesundheit für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau bietet.
So lieferte Dipl.-Ing. Martin Hüpping von der Sto AG eine eindrückliche Begründung für nachhaltige und qualitativ hochwertige Baustoffe aus Sicht eines renommierten Herstellers. Und Heiner Kehlenbeck, Geschäftsführer von natureplus, zeigte auf, dass durch eine Kooperation der Marktteilnehmer große Wachstumspotenziale erwachsen.

Eine ausführliche Dokumentation der Tagung findet sich demnächst unter www.Q3-Lebensqualitaet.de.

Für Planer, Verarbeiter und Marketing wohngesunder Bauten bietet die Q3-Welt der Lebensqualität KG ausführliche Qualifizierungs- und Schulungsprogramme an. Informationen finden sich ebenfalls im Internet unter www.Q3-Lebensqualitaet.de

Informationen zur dynamischen Entwicklung auf der Zeche Westfalen in Ahlen finden sich unter www.mia-itc.de


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