Kleiner Mangel, teurer Schaden

Welche Kosten private Bauherren vermeiden können, wenn sie frühzeitig Mängel erkennen, zeigt eine aktuelle Studie des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Beim Hausbau gilt die Faustformel: Je weiter der Planungs- und Ausführungsprozess fortgeschritten ist, desto höher steigen der technische Aufwand und die Kosten für die Mangelbeseitigung. BSB-Geschäftsführer Florian Becker kennt die Ursachen: „Wenn nachfolgende Gewerke auf mangelhaft ausgeführte Bereiche aufbauen, können Fehler nur schwer oder mit großem Aufwand erkannt und beseitigt werden.“ Hinzu kommen die Rahmenbedingungen, die die Lage für Bauherren oft verschlechtern: Mängelfreies Bauen kommt heute praktisch nicht mehr vor, so der BSB, dafür seien die Anforderungen zu komplex und der Markt zu überlastet. „Wichtig ist, dass Fehler frühzeitig erkannt werden, z.B. mit Hilfe einer professionellen Baubegleitung", rät Becker. Durchschnittlich 29 Mängel entstehen pro Hausbau, so die Ergebnisse der Studie.  

Der beispielhafte Vergleich zwischen den Mangelbeseitigungskosten und den durch frühzeitiges Erkennen vermiedenen Bauschadenkosten in der nebenstehenden Übersicht zeigt eine erhebliche Differenz: Die Formel "kleiner Mangel, großer Schaden" ist daher eher die Regel als die Ausnahme. Alle in der Studie festgestellten Mängel können sowohl einzeln als auch in Kombination, also Gewerke übergreifend, auftreten. Die Folgen reichen dabei von einer umfangreichen Sanierung bis hin zum Abriss und Neubau eines Gebäudes, wenn die Standsicherheit gefährdet ist.

Die Ursachen der Fehler liegen oft bereits vor Baubeginn. Die Studienergebnisse zeigen: In 99 Prozent der Fälle fehlen wichtige Planungsunterlagen, ohne die eine auftragsgemäße Umsetzung kaum möglich ist. Becker rät zur Kontrolle: „Der Gesetzgeber hat hier klare Vorgaben getroffen. Bauherren sollten ihre Unterlagen von einem unabhängigen Sachverständigen auf Vollständigkeit prüfen lassen und gegebenenfalls Nachforderungen an das Unternehmen richten.“  

Die Studie „Bauqualität beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern“ entstand im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. und wurde von Institut Bauforschung e.V. durchgeführt. Die Datenbasis bildeten 700 Baustellenkontrollen, die bei 100 Neubauvorbauen im Ein- und Zweifamilienhausbereich durchgeführt wurden.

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