HeidelbergCement verspricht klimaneutralen Beton bis 2050

Der weltweit viertgrößte Hersteller von Zement will seine Emissionen in den kommenden Jahren deutlich reduzieren.

(c) HeidelbergCement

Der Zementhersteller HeidelbergCement hat sich verpflichtet, die direkten Klimagas-Emissionen pro Tonne seiner Produkte bis 2030 um 15 Prozent zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichtete sich der Konzern, die indirekten CO2-Emissionen, beispielsweise aus der Stromversorgung, um 65 Prozent zu senken. Dies geht aus einer Erklärung des Unternehmens hervor.

Die neue Verpflichtung steht im Einklang mit dem bereits früher formulierten Ziel von HeidelbergCement, die Netto-CO2-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. HeidelbergCement hat bis 2018 bereits eine Absenkung von 20 Prozent erreicht und forciert die Entwicklung neuartiger Technologien zur CO2-Abscheidung und -Verwertung, etwa durch die Rückführung von CO2 in den Stoffkreislauf von Zement und Beton durch Rekarbonatisierung.

Signal für kohlenstofffreie Zukunft

Mit dem Ziel, bis spätestens 2050 CO2-neutralen Beton zu realisieren, will HeidelbergCement ein Signal für eine kohlenstofffreie Zukunft setzen. Dies sei auch für die Dekarbonisierung ganzer Volkswirtschaften von entscheidender Bedeutung, da Beton die am weitesten verbreitete künstliche Substanz auf der Erde ist, so ein Unternehmenssprecher. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) ist die Zementindustrie gegenwärtig für rund 7 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

natureplus-Geschäftsführer Thomas Schmitz begrüßt die Selbstverpflichtung des Heidelberger Zementherstellers: "Immer mehr Firmen sehen den Klimawandel als eine Gefahr für ihr Geschäftsumfeld an. Sie kommen mit Selbstverpflichtungen möglichen Vorgaben der Politik zuvor, zeigen aber auch das Potential von technischem Klimaschutz auf. Das heißt aber noch nicht, dass alle angekündigten Maßnahmen per se bereits zielführend sind. Die Ankündigung aus Heidelberg muss insofern auch kritisch hinterfragt werden", so Schmitz.

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