
EmpCo: Neue Regeln für Green Claims – natureplus bietet Orientierung
Ab September 2026 gelten in der EU strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Das natureplus-Umweltzeichen bietet Herstellern von Bauprodukten eine belastbare Grundlage für glaubwürdige, produktbezogene Kommunikation.
Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ – (kurz: EmpCo) – beispielsweise in das deutsche Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG - werden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in der kommerziellen Kommunikation künftig deutlich stärker reguliert.
Ab dem 27. September 2026 dürfen in ganz Europa allgemeine Begriffe wie „umweltfreundlich“, „ökologisch“,„grün“ oder vergleichbare Aussagen nicht mehr pauschal verwendet werden, wenn sie nicht klar belegt und konkret erläutert werden. Insbesondere produktbezogene Klimaaussagen wie “CO2-neutral" oder „klimaneutral“, die ausschließlich auf Kompensation durch CO₂-Zertifikate beruhen, sind dann verboten. Unzulässig ist künftig zudem das Anbringen eines Nachhaltigkeitssiegels, das weder auf einem Zertifizierungssystem beruht noch von staatlichen Stellen festgesetzt wurde. Zulässig sind demnach Typ-I-Umweltzeichen nach ISO 14024, zu denen auch das natureplus-Label gehört.
Für die Baubranche ist das ein wichtiger Schritt: Die neuen Regeln erschweren Greenwashing, unklare Nachhaltigkeitssiegel und irreführende Zukunftsversprechen. Zugleich stärken sie glaubwürdige, prüfbare und verständliche Umweltinformationen. Entscheidend wird künftig sein, nicht nur mit allgemeinen Begriffen zu werben, sondern konkret aufzuzeigen, worauf sich eine Aussage bezieht und wodurch sie belegt ist. Auf dieser Grundlage können Bauprofis und Verbraucher*innen in Zukunft verlässlichere Baustoffentscheidungen treffen - gerade wenn es um die Wahl nachhaltiger Materialien geht.
Genau hier setzt natureplus an. Das natureplus-Umweltzeichen basiert auf transparenten Vergabekriterien, unabhängigen Prüfungen und hohen Anforderungen an Klimaschutz, Ressourcenschonung und Wohngesundheit. Als Typ-I-Umweltzeichen nach ISO 14024 erfüllt es die zentralen Anforderungen, die künftig an glaubwürdige Nachhaltigkeitssiegel gestellt werden. Dazu gehören nachvollziehbare Kriterien, überprüfbare Nachweise und eine Prüfung durch unabhängige Dritte.
Für Hersteller wird das Label damit zu einem wichtigen Nachweis- und Kommunikationsinstrument: Es hilft, geprüfte Produkteigenschaften nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch produktbezogen, nachvollziehbar und belastbar zu kommunizieren. Anstelle von pauschalen Aussagen, wie z.B. der Behauptung, ein Produkt sei „nachhaltig“, kann mithilfe der natureplus-Zertifizierung künftig deutlich gemacht werden, welche Anforderungen ein Produkt erfüllt - etwa hinsichtlich Emissionen, Inhaltsstoffen, Rohstoffen,Ressourcen oder Gebrauchstauglichkeit.
Als gemeinnütziger Umweltverband begrüßt natureplus die neuen Anforderungen als Chance für mehr Transparenz im Markt – und als Rückenwind für unabhängige, kriterienbasierte Umweltzeichen.
In den kommenden Wochen veröffentlichen wir ein Factsheet und weitere Hilfestellungen, die Herstellern und Zeichennehmern zeigen, wie geprüfte Produkteigenschaften mit dem natureplus-Umweltzeichen regelkonform, verständlich und glaubwürdig kommuniziert werden können.
Hinweis: Die Informationen dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall.
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